Verwaltung hält an zweiter Kreisellösung auf der Großenbuschstraße für die Erschließung des Kindergartens fest.

Bild: Sandra Seifen Fotografie

Am 20.11.2019 wird der Grundsatzbeschluss im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss der Stadt zur Erschließung der Kita auf dem Grundstück Waldstraße/Großenbuschstraße/Alte Heerstraße gefasst.

Wie berichtet hatte ich mich in der vergangenen Debatte vehement gegen eine Erschließung der neu vorgesehenen Kita über die Großenbuschstraße ausgesprochen. Ich halte den Hol- und Bringverkehr zur Kita über einen zweiten Kreisel auf der Großenbuschstraße nicht für verträglich. Gerade die unmittelbare Realisierung eines solchen Kreisverkehres kurz hinter bzw. vor dem neuen Kreisverkehr Großenbuschstraße/Alte Heerstraße halte ich für unvertretbar.

Die Wohnsiedlung hat durch die Realisierung des großen Kreisverkehrs nach Jahrzehnten endlich eine vernünftige und für alle Verkehrsteilnehmer sichere Aus- und Zufahrt. Die derzeit gut fließenden Verkehrsströme sehe ich durch die nun von der Verwaltung vorgeschlagene Erschließung gefährdet. Auch wird die jetzt übersichtliche Situation wieder deutlich unübersichtlicher, wenn ein- und ausfahrende Fahrzeuge ausdem Stichweg der Kita auf die Großenbuschstraße stoßen. Neue Gefahrenstellen werden auch für Fahrradfahrer auf einem von vielen Schülern genutzten Schulweg entstehen.

Deswegen habe ich mich von Anfang an für eine Erschließung über die ruhige und verkehrsarme Waldstraße ausgesprochen. Dort existiert kaum Verkehr und selbst wild parkende Fahrzeuge würden dort zu keinen größeren Problemen führen.

Gegen die Stimmen meiner SPD-Fraktion haben dann aber leider alle anderen Fraktionen die Prüfung beider Varianten beauftragt, um auch den Anschluss über die Großenbuschstraße weiter zu verfolgen.

Nun liegt das Gutachten vor, dass die Verwaltung beauftragt hat. Dieses kommt zum Ergebnis, dass eine Erschließung über die Großenbuschstraße zu verkraften wäre und ein zweiter Kreisverkehr dazu beitragen würde, den Verkehr auf der Großenbuschstraße zu verlangsamen, Aus Sicht der Gutachter wird dies positiv bewertet. Die Gutachter sehen keine Probleme des Hol- und Bringverkehrs.

Bei allem Respekt vor den Gutachten habe ich daran meine erheblichen Zweifel. Die Erfahrungen an anderen Kitas und Grundschulen im Stadtgebiet zeichnen ein anderes Bild.

Zu der Variante Waldstraße führt der Gutachter negativ auf, dass auf Grund möglicher längerer Fußwege die Eltern länger vor der Kita parken würden. Die Parkzeiten würden sich verlängern und die Folge wäre, dass man erheblich mehr Parkplätze benötige. Statt 19 Parkplätze empfiehlt er 40 Stellplätze. Damit sei das an der Waldstraße vorgesehene Wohnhaus von Parkplätzen dann umringt.

Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass eine Erschließung über die Waldstraße die vernünftigste Lösung ist. Den Bedarf an Mehrparkplätzen kann ich nicht nachvollziehen, da man auch über eine andere Anlegung der Straße zur Erschließung der Kita nachdenken könnte, die die Problematik durch einen Einbahnverkehr mit Kurzhalteflächen auffangen würde.

Ebenfalls sollte die Verwaltung Abstand davon nehmen, bei der Realisierung der Variante Waldstraße weiter an einer notwendigen Erschließung über die Großenbuschstraße für den Lieferverkehr festzuhalten. Dies ist auch über die Waldstraße lösbar. Andere Kitas verfügen auch nur über eine Zufahrtsmöglichkeit und nicht wie hier eingefordert über zwei.

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Im Vergleich:

Kosten der Variante Großenbuschstraße: 400,000 € ohne Grunderwerb

Kosten der Variante Waldstraße: 168.000 € ohne Grunderwerb und Kanal.

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Nach meiner letzten Veröffentlichung haben viele Bürgerinnen und Bürger des Niederbergs sich sehr deutlich gegen die Erschließung über die Großenbuschstraße ausgesprochen.

Für mich gilt dieses Bürgervotum weiter und mich haben die neuen Informationen nicht überzeugt. Wenn Sie dies auch so sehen, sollten Sie an der Sitzung am 21.11. ab 18 Uhr im Technischen Rathaus (4.Etage) teilnehmen und Ihr Interesse zum Ausdruck bringen. Nehmen Sie bitte auch Einfluss auf die anderen Parteien, da ich befürchte, dass sonst alle für die Variante Großenbuschstraße stimmen werden.

Bei aller Notwendigkeit für den Bau der Kita, die ich sehr unterstütze, muss es zu einerakzeptablen und vertretbaren Erschließung kommen. Die Erschließung über die Großenbuschstraße birgt für mich zahlreiche Probleme und Risiken, die nicht in Kaufgenommen werden müssen, da es eine gute Alternative über die Waldstraße gibt. Es geht hier um unser Wohngebiet, bitte engagieren Sie sich mit.

Alle Informationen zu dem Gutachten und der Sitzungsvorlage finden auf der Webseite der Stadt Sankt Augustin im Bereich des Bürgerinformationssystems unter dem UPV des 20.11. Schreiben Sie mir gerne dazu unter kontakt@nullmarc-knuelle.de